Neuroonkologie

Tumorerkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) betreffen zu 95% das Gehirn, die übrigen 5% verteilen sich auf die Hirnhäute, Hirnnerven und das Rückenmark. Bösartige Neubildungen des ZNS gehen nicht von den Nervenzellen selbst, sondern vor allem von Zellen aus, die das Stützgewebe des Nervensystems im Gehirn ausmachen – den sogenannten Gliazellen. Die häufigste Hirntumorart stellt das Glioblastom dar, das auch gleichzeitig zu einer der aggressivsten Krebserkrankungen zählt (WHO Grad IV). Hirntumore werden nach der WHO (World Health Organisation) in 4 grundlegende Tumorgrade klassifiziert:

  • WHO Grad I (gutartig, langsam wachsender Tumor)
  • WHO Grad II (noch gutartig)
  • WHO Grad III (bereits bösartig)
  • WHO Grad IV (bösartig, schnell wachsender Tumor)

 

Neben operativen Eingriffen und der Bestrahlung stellt die zytostatische Arzneimitteltherapie eine der 3 wichtigen Säulen der Glioblastom-Behandlung dar. Dabei orientiert sich die Auswahl und das Regime der Chemotherapie an den Status bestimmter Biomarker (z.B. dem Methylierungsstatus des MGMT-Promoters). Neben der initialen 6wöchigen-Therapie, die sich aus Strahlen- und Chemotherapie zusammensetzt, erfolgt die zyklische Arzneimitteltherapie.

Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung und Einhaltung der Therapieregime und beraten Sie ausführlich zum richtigen Umgang mit oralen Zytostatika. Auch zu Fragen im Umgang mit Nebenwirkungen, wie z.B. Übelkeit, stehen wir Ihnen vertrauensvoll zur Seite.

Ihre Ansprechpartner: Sandra Falb, Dr. Dennis Stracke, Friederike Schuster
T (030) 257 620 583 42, Mo-Fr 8-17 Uhr
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