Amyotrophe Lateralsklerose

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems, bei der ganz bestimmte Nervenzellen – sogenannte Motoneuronen – betroffen sind. Diese stellen die Schnittstelle des zentralen Nervensystems zur willkürlichen Muskulatur dar. Bei der Erkrankung kommt es zu einer fortschreitenden Störung der Motoneurone, wodurch Nervenimpulse aus dem Gehirn und Rückenmark nicht mehr zur Muskulatur weitergeleitet werden können: Muskelschwäche (Parese), Muskelschwund (Atrophie) und Muskelsteifigkeit (Spastik) sind typische Symptome der ALS. Infolge einer Beeinträchtigung der Schluckmuskulatur kann das Abschlucken von Speichel oder Nahrungsmitteln erschwert werden.

In Deutschland ist aktuell nur ein Wirkstoff zur Behandlung der ALS zugelassen. Seit 2017 ist es möglich, ein weiteres Arzneimittel aus Japan zu importieren, das in einem 4-wöchigen Therapiezyklus infundiert wird. Studien konnten belegen, dass die Infusionstherapie bei einem bestimmten Patientenklientel zu einer Verlangsamung der Krankheitsprogression führt.
Im Vordergrund der Arzneimitteltherapie steht allerdings die Linderung krankheitsbedingter Symptome – vor allem Spastiken und unkontrollierter Speichelfluss (Sialorrhö).

Bereits seit 2010 entwickeln wir fortlaufend an Patientenbedürfnisse angepasste Rezepturen, um neben etablierten Therapien weitere Optionen zur Verbesserung der Symptomatik anzubieten. Unser Fokus liegt dabei insbesondere auf Arzneistoffen, die den Speichelfluss reduzieren und damit einer Sialorrhö entgegenwirken.

Mit unseren vielfältigen Serviceleistungen möchten wir mit Ihnen, Ihren Angehörigen und Pflegenden die Arzneimitteltherapie so sicher wie möglich gestalten und gehen gerne auf Ihre persönlichen Anliegen ein – kontaktieren Sie uns!

Ihre Ansprechpartner: Lara Fürtges, Sabine Paulo, Sandra Falb, Franziska Dörendahl
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