Amyotrophe Lateralsklerose – Was macht die ALS?

27.07.2015. Bei der ALS handelt es sich um eine seit über 150 Jahren bekannte Erkrankung der Motoneuronen. Obwohl diese Erkrankung schon lange bekannt ist, werfen Ursache und Behandlung immer noch große Fragen auf. Bisher bekannt ist aber, dass sich bei der ALS körpereigene Proteine strukturell verändern und vom Körper nicht mehr ordnungsgemäß abgebaut werden können. Als Folge, lagern sich diese Proteine in der Nervenzelle an und verstopfen regelrecht das Zellinnere. Die Zelle geht zu Grunde. Tritt dieses Phänomen gehäuft auf, führt dies letztlich zu einer starken Beeinträchtigung der beiden Motoneuronen. Durch die irreversible Schädigung der Nervenzellen, kommen schlussendlich keine Impulse mehr bei den Muskeln an und dies führt dazu, dass der Muskel zuerst an Kraft verliert bis er sich schließlich ganz zurück bildet. Für Menschen mit ALS bedeutet dies eine fortschreitende Lähmung des eigenen Körpers. Das kann seinen Anfang in den Armen und Beinen haben, oder aber auch zuerst Einfluss auf eine deutliche Aussprache nehmen (Bulbär Syndrom). In jedem Fall, ist der Verlauf der Erkrankung von Patient zu Patient unterschiedlich.